// 26.0418 // 06:50 //

Ob mir die Worte fehlen, kann ich nicht sagen, dass ich nicht mehr reden will, ist beides: ohne Worte und unsagbar.

Die Zeit, welche ich durch unbezahlte Arbeit verliere, führt dazu, dass es mir vorkommt, als würde man mir das Maul stopfen. Würde ich sprechen, dann von Protest. Aber Protest ist keine Rede. Von meinen Freunden verabschiede ich mich und lasse sie wissen, das es jetzt anders werden wird als früher, als es noch die Möglichkeit gab, sich zu treffen, um sich dann auch zu begegnen. Der Trott ist zurück und die Depression verschwunden. Die Handtücher sind grau und haben Löcher, genau wie meine Strümpfe und meine Erinnerungen auch. Die Geschichte, die ich über mich selbst erzähle, wird jetzt viel besser verstanden. Heimlich führe ich nun die Gespräche, die mich eigentlich interessieren, und benutze das Wort Nein und benutze das Wort falsch und benutze das Wort Protest. Die Sehnsucht ist da, sie ist in den Dingen, ich habe sie nicht alleine. Ich trete unauffällig aus der Reihe. Ich mache kleine Schritte zur Seite. Ich halte Blicke etwas länger, wenn es sich lohnt. Ich werde länger wach bleiben und früher aufstehen. Ich werde es dann ernst nehmen, wenn du mir erklärst, warum.

Vermisst du Amelie? fragt mich Johnny. Seitdem ich sie das erste Mal getroffen habe, habe ich mich auf das Vermissen durch das Vermissen selbst vorbereitet. Nein.