22.02.19 // 16:20

I said brother, give me a fix

I said brother, dont leave me

 

Erste Menschen treffen ein. Die aufgehende Sonne streichelt ihre leeren Mägen. Wer bist du, Achie? Wer immer ich sein soll. Ein langer Sturm wirkt kurz, wenn er von einem Stummen erzählt wird. Wusch. Wusch. Ich erkenne mich nicht wieder in deinem Bericht. Die Seebrücken werden in Brand gesetzt, während die Soldaten sich Ente mit rotem Kraut garen. Wenigstens das Essen schmeckt der Armee gut und die Bierkrüge stillen den Durst nach dem vergessen der Angst. Lass mich vergessen, Bruder, ich kann dich nicht halten. Zum ersten mal ein Sonnenaufgang von innen.

Die Kneipe an der Ecke spielt das immergleiche Lied vom den Aufschwung ankündigenden Untergang. Zur Kurve, mit Schwung in den Tod. Der Alkohol dampft heiß im Kopf und lässt hoffen, auf bessere Ernten, auf bessere Enten und auf bessere Enden. Auf dem Parkplatz wird die Ehe vollzogen von zwei Wohnungslosen. Echte Liebe braucht kein Haus und echte Sexualität braucht keine Liebe. Die einzige Liebe die ich kenne ist die unaushaltbare Nähe zu dir. Also gehe ich durch eine Welt, die nicht in Flammen steht, sonder nach Löschwasser stinkt, bis ans Ende der See und ruhe mich in der Vermeidung aus. Ich habe keine Angst. Ich habe vergessen, was mal ein Gefühl war. Verlass mich nicht Bruder, sonst kommt alles einfach aus mir raus. Schütt rein, auf ein finales Getränk. Auf Bald.